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Metastable Induced Electron Spectroscopy (MIES)

Bei der Metastable Induced Electron Spectroscopy (MIES) wechselwirken langlebig angeregte Edelgasatome mit der Festkörperoberfläche. Während dieser Wechselwirkung kommt es in Folge von Elektronenaustauschprozessen (Auger-Prozesse) zur Emission von Elektronen, dabei finden die Prozesse in einem Abstand von ca. 3-10 Å vor der Oberfläche statt. Die Elektronen tragen Informationen über die elektronische Struktur der äußersten Atomlage der Oberfläche. Die Methode zählt deshalb zu den oberflächenempfindlichsten Messmethoden. Da die Gasatome nur thermische Energie besitzen, dringen die Atome zudem nicht in die Oberfläche ein und dadurch kommt es nicht zu Sputterprozessen, die die Oberfläche verändern könnten. Hauptsächlich wird Helium als Edelgas mit einer potentiellen Energie von 19,8 eV verwendet, dadurch wird die elektronische Struktur im Bereich des Valenzbandes abgebildet.  MIES eignet sich sehr gut zum Einen um Reaktionen von Gasen, wie z.B. Sauerstoff, mit Festkörperoberflächen und zum Anderen um die Adsorption von organischen Molekülen auf Oberflächen zu untersuchen. Durch die hohe Oberflächenempfindlichkeit können sogar Rückschlüsse über die Orientierung von Molekülen getroffen werden.

 

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