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Texturschule an der TU Clausthal im Herbst 2015

Clausthal-Zellerfeld. Vom 29. September bis 01. Oktober 2015 ist die TU Clausthal Gastgeber einer Texturschule zur Vermittlung theoretischer und praktischer Kenntnisse in der Texturanalytik von Werkstoffen. Die Veranstaltung wird ausgerichtet vom Clausthaler Zentrum für Materialtechnik und der Abteilung TeXMat des Instituts für Werkstoffkunde und Werkstofftechnik unter Leitung von Prof. Dr. Heinz-Günter Brokmeier in Kooperation mit dem Helmholtz-Zentrum Geesthacht und dem Heinz-Meier-Leibnitz Zentrum München.

Polfigur zur Darstellung der Kristallstruktur eines metallischen Werkstoffes

Die Textur, also die Verteilung und Ausrichtung der Kristallite eines Werkstoffes, ist eine der bestimmenden Einflussgrößen für dessen Eigenschaften. Beeinflusst werden dabei nicht nur die mechanischen Eigenschaften des Werkstoffes wie seine Festigkeit oder Verformbarkeit sondern auch physikalische Eigenschaften wie z. B. die Wärmeleitfähigkeit oder die elektrische Leitfähigkeit und das magnetische Verhalten bei Metallen. Entsprechend ist die Kenntnis der Werkstofftextur von entscheidender Bedeutung zur Werkstoffcharakterisierung, insbesondere wenn es darum geht durch gezielte Anisotropien spezielle Werkstoffeigenschaften einzustellen.

Das Thema der Texturschule lautet „Vom Flächenzählerbild zur Polfigur” und ist ausgelegt auf das Arbeiten mit modernen Instrumenten der Neutronen-, Synchrotron- und Laborröntgendiffraktometrie. Das Programm umfasst Einführungen in kristallographische Texturen, in Polfiguren und in die Orientierungsverteilungsfunktion. Das Wesentliche aber ist die Praxis im Umgang mit Analysesoftware um zunächst Polfiguren zu erzeugen. Die Interpretation von Polfiguren beinhaltet auch Einflüsse von Präparation und Messstrategie. An einigen Beispielen werden der Nutzen der Orientierungsverteilungsfunktion und erste Schritte zur Interpretation vermittelt.

Das detaillierte Programm der Texturschule finden Sie hier. Die Preise und Anmeldemodalitäten können Sie dem Flyer zur Veranstaltung entnehmen. Da die Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt ist, ist eine frühzeitige Anmeldung zu empfehlen.

Hintergrund:
Die Abteilung TeXMat des Instituts für Werkstoffkunde und Werkstofftechnik bearbeitet seit vielen Jahren texturrelevante Projekte mittels Laborröntgen-, Neutronen- und Synchrotronstrahlung. Bis zur Abschaltung des Geesthachter Forschungsreaktors FRG-1 am 28. Juni 2010 war die Abteilung seit 1990 in den Aufbau und Betrieb des Texturdiffraktometers TEX-2 involviert. Zur Fortführung dieser erfolgreichen Arbeit beteiligte sich TeXMat aktiv an der Instrumentierung der neuen Forschungsneutronenquelle Heinz-Maier-Leibnitz (FRM II), wirkte an der Ausgestaltung des Materialforschungs-Diffraktometers Stress-Spec mit und implementierte die Texturanalytik. Neben der Ausrüstung des Messplatzes mit einem zurzeit weltweit einmaligen Robotersystem zur automatischen Texturanalyse (ein Projekt des Bundesforschungsministeriums) ist die Ausbildung in Texturanalytik eine Kernaufgabe, um den Nutzerkreis von sehr leistungsfähigen Geräten zu erweitern.

Kontakt:
Technische Universität Clausthal
Institut für Werkstoffkunde und Werkstofftechnik /
Clausthaler Zentrum für Materialtechnik
Professor Heinz-Günter Brokmeier
E-Mail: heinz-guenter.brokmeier@tu-clausthal.de
Telefon: 05323/72-2867 oder 04152/87-1207



 

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