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4. Symposium Materialtechnik des CZM mit mehr als 200 Teilnehmern ausgerichtet

Herr Prof. Gerhard Ziegmann im Gespräch mit Guido Frohnhaus von der Firma Arburg über „Herausforderungen in der Kunststoffindustrie“

Mehr als 200 Teilnehmer informierten sich an zwei Tagen am 25./26. Februar beim Symposium Materialtechnik über neueste Trends in der Werkstofftechnik. Beleuchtet wurde dabei sowohl der industrielle als auch der forschungsseitige Blickwinkel auf das Themenfeld. Für reale Tagungsatmosphäre bei der Online-Veranstaltung sorgte das spezielle Clausthaler „Care-Paket“.

In seinen Grußworten führte Prof. Joachim Schachtner kurz durch die Highlights des Programms und skizzierte in diesem Zusammenhang die Circular Economy als neues Leitbild der TU Clausthal. Genau zum Aspekt der Nachhaltigkeit können auch Kunststoffe einen wichtigen Beitrag leisten, griff Guido Frohnhaus von der Firma Arburg in seinem sich anschließenden Leitvortrag „Herausforderungen in der Kunststoffindustrie“ das Thema auf. Allerdings Bedarf es hierzu einer branchenübergreifenden, faktenbasierter Diskussion über die Wissenschaft hinaus. Als technisches Beispiel zur nachhaltigen Nutzung von Kunststoffen präsentierte er u.a., dass schon heute Rezyklate, also aufbereite Kunststoffe, in bestimmten Bauteilbereichen (z. B. ohne Farbechtheitsanforderungen) großflächig eingesetzt werden können.  

Der zweite Leitvortrag von Herrn Prof. Norbert Enzinger von der TU Graz widmete sich dem Thema 3D Druck von Metallen mittels dem sog. Wire Arc Additive Manufacturing (WAAM), also dem Metall-Schutzgas-Schweißen. Untersucht wurden dabei metallpulvergefüllte Schweißdrähte zur gezielten Beeinflussung der Werkstoffzusammensetzung und der damit verbundenen Anpassung der Werkstoffeigenschaften. Im Gegensatz zu Kunststoffen ist der 3D-Druck von metallischen Werkstoffen mit hohen Auftragsraten nach dem Stand der Technik nicht vollumfänglich etabliert. Auch Beiträge aus Clausthal behandelten dieses hochaktuelle Thema, so z.B. die Erzeugung und Eigenschaften von multi-materiell aufgebauten Strukturen, messtechnische Aspekte hinsichtlich des Bauteilverzugs sowie Prozessregelungstechniken mittels Methoden der Künstlichen Intelligenz.

Neben 80 Fachvorträgen konnten die Teilnehmer zudem eine virtuelle Posterschau und Demonstratorenausstellung des niedersächsischen Innovationsverbundes GROTESK „Generative Fertigung optischer, thermaler und struktureller Komponenten“, z. B. zum Aufbau von Lasern beiwohnen. Partner sind hier neben der TU Clausthal, die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover sowie das Laserzentrum Hannover.

Da eine Veranstaltung in Präsenz nicht möglich war, bekamen alle Teilnehmer vorab ein Clausthaler „Care-Paket“ übersandt, wie es Prof. Maus-Friedrichs als CZM Vorstandssprecher in seiner Begrüßung nannte. Neben sämtlichen Tagungsutensilien waren darin auch einige kulinarische Harzspezialitäten beinhaltet, um zumindest eine gewisse echte Tagungsatmosphäre aufkommen zu lassen. Gemäß dem Feedback einiger Teilnehmer war diese dann spätestens beim Abendvortrag von Herrn Prof. Martin Korte von der TU Braunschweig zum Thema „Lebenslanges Lernen“ auch vorhanden.

Preise für besonders gelungene Vorträge erhielten 3 Vortragende. Herr Benedikt Dorbath von der Friedrich-Alexander Universität Erlangen-Nürnberg vom Lehrstuhl für Hochfrequenztechnik. Er stellte neue drahtlose Sensorkonzepte vor, mit denen die Aushärtevorgänge in Epoxidharzen und Faserbundbauteilen in-situ detektiert werden können. Herr Tobias Grabe vom Institut für Produktentwicklung und Gerätebau von der Leibniz Universität Hannover wurde für seinen Beitrag zur Modellierung thermomechanischer Effekte bei der additiven Fertigung von Glaswellenleitern ausgezeichnet. Für ihren Vortrag zur computertomographischen Untersuchung eines automobilen Fahrwerkhybridbauteils, bestehend aus Aluminium und CFK, erhielt Frau Dr. Manel Ellouz vom Labor für Werkstoffprüfung der FH Bielefeld ebenfalls eine Prämierung.

Zum Abschluss richtete Dr.-Ing. Henning Wiche den Blick nach vorn: Beim Symposium Materialtechnik im Februar 2023 erwarten wir alle Gäste bei bestem Harzer Winterwetter wieder in Präsenz. Darüber hinaus handelt es sich dann beim 5. Symposium Materialtechnik um eine kleine Premiere, zu der sich die Gäste sicherlich auf die ein oder andere Überraschung freuen dürfen.

Kontakt:
Dr.-Ing. Henning Wiche
Clausthaler Zentrum für Materialtechnik
E-Mail: sekretariat@czm.tu-clausthal.de
Telefon: +49 5323 72-3330
Telefax: +49 5323 72-3399

 

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