Rückblick 2019

Drittes Symposium Materialtechnik: Trends vorgestellt


26.02.2019

Clausthal-Zellerfeld. Beim 3. Niedersächsischen Symposium Materialtechnik (NSM) trafen sich Mitte Februar 160 Teilnehmende aus Wissenschaft und Industrie. In Clausthal informierten sie sich darüber, wie durch moderne Werkstoffe in Verbindung mit neuzeitlichen Verarbeitungstechniken entscheidende Antworten auf wichtige gesellschaftliche Fragen gefunden werden können, etwa für den Mobilitätssektor, die Energietechnik oder die Informationstechnik.

Insgesamt 160 Teilnehmende, darunter auch Studierende, waren beim 3. Niedersächsischen Symposium Materialtechnik dabei. Foto: Hoffmann

Zum Auftakt der zweitägigen Tagung – auch Studierende waren dabei – begrüßte TU-Vizepräsident Professor Alfons Esderts die Gäste. Zuvor hatten die Teilnehmer bereits die Möglichkeit gehabt, die Labore und Versuchsaufbauten am Clausthaler Zentrum für Materialtechnik zu besichtigen. Dr. Rene Gustus als Leiter der Analytik präsentierte dabei zum Bespiel plasmabasierte Methoden zur Oberflächenmodifikation und Abgasreinigung, Labore zur Mikrosystemtechnik auf Polymerbasis sowie neue Methoden zur laserbasierten Bewegungsmessung. In seiner Begrüßung betonte Professor Esderts, dass die Materialforschung seit langer Zeit eine der Kernkompetenzen an der TU Clausthal ist. Dazu passt es, dass sich das NSM (Erstauflage in 2015) als junge materialwissenschaftliche Tagung bereits als feste Größe etabliert hat.

Extra Biere für das Symposium gebraut

Die Leitvorträge spannten derweil einen guten fachlichen Rahmen für das Symposium. Dr. Frank Schreiber referierte über existierende Schweißprozesse und Werkstoffe für das Beschichten von Grundwerkstoffen, um sie vor Verschleißangriffen zu schützen. Jürgen Silvanus knüpfte daran an und skizzierte, wie man Verfahren wie Laser- oder Lichtbogenschweißen nutzen kann, um metallische Strukturen für den Flugzeugbau additiv zu fertigen. Klar wurde dabei, dass trotz großer Fortschritte noch ein erheblicher Forschungsaufwand zu leisten ist. Frühestens 2035 ist damit zu rechnen, dass gedruckte metallische Strukturen eigenschaftsgerecht hergestellt und im Flugzeug eingesetzt werden können.

Bei der Abendveranstaltung präsentierte Professor Frank Endres, Direktor des TU-Instituts für Elektrochemie und passionierter Hobbybrauer, in Kooperation mit der Clausthaler Brauakademie drei spezielle Symposiums-Biere, die hohen Anklang bei den Gästen fanden. Während eines kurzen Abrisses zur Geschichte des Brauwesens in Clausthal kündigte er an, dass es an der TU Clausthal künftig auch eine Vorlesung zum Brauwesen geben wird.

Am zweiten Tag standen drei Leitvorträge auf dem Programm. Professor David Stifter berichtete über „Oberflächenanalytik an beschichtetem Stahl“, Professor Karl Kuhmann über „Funktionsintegration und Leichtbau mit Hochleistungskunststoffen“ und Professor Heinz Sturm über „Grenzflächen als Material: Konzepte und Beispiele zu nanoverstärkten Duroplasten“.

Erstmals Ehrenpreise verliehen

Erstmals wurden im Rahmen des Symposiums – das nächste findet im Frühjahr 2021 statt – drei Ehrenpreise für besonders gelungene Vorträge von Doktoranden verliehen. Diese gingen an Kristian Lippky (Institut für Füge- und Schweißtechnik der TU Braunschweig), Alexander Nienhaus (Institut für Oberflächentechnik der TU Braunschweig; Außenstelle Dortmund) und Marc Sparenberg (Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt).

 

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